Dortmund-Oespel. Eine hitzige Stimmung auf dem Spielfeld eskalierte am Sonntag (30.3.) in eine handfeste Auseinandersetzung auf der Sportanlage im Dorneywald. Die Polizei rückte mit mehreren Streifenwagen an, nachdem Augenzeugen gegen 17 Uhr eine Massenschlägerei bei einem Kreisligaspiel zwischen SuS Oespel Kley und FC Sarajevo-Bosna gemeldet hatten. Das Spiel wird beim 3:2 für Oespel-Kley abgebrochen.
Laut ersten Ermittlungen gerieten Zuschauer zunächst verbal aneinander, bevor die Situation vollends eskalierte. Ein 40-jähriger Zuschauer soll einen 38-Jährigen mit den Fäusten attackiert und anschließend einen 52-Jährigen mit einer Glasflasche geschlagen haben. Diese Gewaltanwendung löste eine körperliche Auseinandersetzung aus, in die auch einige Spieler verwickelt wurden.
Die Bilanz der Eskalation: Der 52-Jährige sowie ein 29-jähriger Spieler erlitten leichte Verletzungen. Sanitäter versorgten die Betroffenen noch vor Ort. Die Polizei konnte bei ihrem Eintreffen die Situation bereits unter Kontrolle bringen, traf jedoch auf widersprüchliche Zeugenaussagen zum genauen Ablauf der Vorfälle.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Gegen mehrere Beteiligte wurden Strafanzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung, einfacher Körperverletzung, versuchter gefährlicher Körperverletzung sowie Bedrohung gefertigt.
Die Polizei appelliert an mögliche weitere Zeugen, sich zu melden, um zur Aufklärung der Geschehnisse beizutragen. „Gewalt hat auf dem Sportplatz keinen Platz. Wir nehmen solche Vorfälle sehr ernst und ermitteln mit Nachdruck“, so ein Sprecher der Polizei Dortmund.
Der Vorfall wirft einmal mehr ein Schlaglicht auf das zunehmende Aggressionspotenzial im Amateurfußball. Vereine und Verbände ringen seit Jahren um Strategien, um Gewalt auf und neben dem Platz einzudämmen.