Polizeiliche Aprilscherze sorgen für Wirbel – Aufklärung folgt am 2. April

Bochum. Jahr für Jahr genießen die Pressestellen der Polizei ein hohes Maß an Vertrauen, wenn es um die Verbreitung sachlicher und zuverlässiger Informationen geht. Doch an einem Tag im Jahr, dem 1. April, nutzen einige Dienststellen die Gelegenheit, mit kreativen Aprilscherzen für Erheiterung zu sorgen. Auch 2025 bildete dabei keine Ausnahme.

So sorgte die Bochumer Polizei für Aufsehen, indem sie drei ihrer Beamtinnen inmitten eines Eselsgeheges im Revierpark Gysenberg in Herne fotografierte und die Aktion als innovatives “Pilotprojekt” präsentierte. Polizeipräsidentin Christine Frücht wurde dabei augenzwinkernd mit den Worten zitiert: „Ich war von Anfang an großer Fan dieses Pilotprojekts. Die Tiere sind robust und flexibel – eine echte Bereicherung für unsere Arbeit.“

Doch Bochum war nicht die einzige Stadt, in der die Polizei mit tierischem Humor überraschte. Die Polizei in Thüringen postete auf der Plattform X ein vermeintliches “Drogenspürhuhn” mit einer angeschnallten Webcam. In Hannover sollten sogar flauschige Alpakas als tierische Helfer zum Einsatz kommen. Diese und ähnliche Beiträge sorgten nicht nur für Schmunzeln, sondern auch für Verwirrung in manchen Redaktionen.

Denn viele Pressemitteilungen der Polizei werden automatisiert verarbeitet und direkt auf Nachrichtenseiten eingebunden. Normalerweise ist dies unproblematisch, da Polizeimeldungen als verlässliche Informationsquelle gelten. Doch am 1. April ist besondere Vorsicht geboten. Die Polizei hat allerdings vorgesorgt: Am 2. April sollen alle Scherzmeldungen als solche gekennzeichnet werden, um Klarheit zu schaffen.

Trotz des humorvollen Ansatzes zeigt dieser Tag eindrucksvoll, wie wichtig kritisches Denken im Umgang mit Nachrichten ist. Denn nicht nur am 1. April können Falschinformationen kursieren – auch an allen anderen Tagen des Jahres gilt es, Nachrichtenquellen sorgfältig zu prüfen. Doch gerade heute sollte man besonders skeptisch bleiben.