Witten-Annen. Kaum ist die letzte Sondierung in der Westfalenstraße abgeschlossen, steht in Witten bereits die nächste Überprüfung eines Blindgänger-Verdachtspunktes an. Am Donnerstag, den 3. April, wird der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung im Bereich der Straße Im Wullen tätig. Die Arbeiten könnten zu einer umfangreichen Evakuierung führen.
Möglicher Blindgänger in der Straße Im Wullen
Eine Sondierung des Untergrunds hat Hinweise auf einen verdächtigen Gegenstand in einer Tiefe von etwa fünf Metern ergeben. Ob es sich dabei tatsächlich um eine Bombe handelt und welchen Umfang diese hätte, wird am 3. April durch die Freilegung des Objekts geklärt.
Sollte sich der Verdacht bestätigen, erfolgt eine Entschärfung noch am selben Tag. Feuerwehr und Ordnungsamt bereiten sich auf eine mögliche Evakuierung vor, um die Sicherheit der Anwohner und Beschäftigten zu gewährleisten.
Geplante Evakuierungsradien und betroffene Straßen
Die Feuerwehr plant zwei mögliche Evakuierungsradien:
- 250-Meter-Radius: Falls eine 5-Zentner-Bombe gefunden wird, müssten ca. 600 Personen ihre Häuser verlassen.
- 500-Meter-Radius: Sollte es sich um eine 10-Zentner-Bombe handeln, wären rund 1.200 Personen betroffen.

Straßen im 250-Meter-Radius:
- Am Rennbaum 2 bis 24
- Im Homberge 8
- Im Hummelbeck 1
- Im Wullen 56 bis 83
- Wullener Feld 12 bis 51

Straßen im 500-Meter-Radius:
- Am Rennbaum 2 bis 24
- Diesterwegstraße 4
- Dortmunder Straße 111
- Frankensteiner Straße 22
- Im Homberge 8
- Im Hummelbeck 1
- Im Wullen 20 bis 83
- Kampheuershof 2, 2a und 2b
- Klevinghaushof 4 bis 20
- Mewer Ring 3 bis 14
- Rosi-Wolfstein-Straße 14 bis 18
- Wullener Feld 2 bis 77b
Verkehrsbehinderungen und Straßensperrungen
Falls eine Evakuierung erforderlich wird, sind auch Verkehrseinschränkungen zu erwarten. Gesperrt wären:
- Die Kreuzung Dortmunder Straße / Im Wullen
- Die A448 im Bereich der Anschlussstelle Stockum
Informationskanäle und Kontaktstellen
Die Stadt Witten informiert laufend über die aktuelle Lage:
- Website: www.witten.de
- Soziale Medien: Facebook, Instagram, X
- Warn-App: NINA
Für Fragen zur Evakuierung oder Hilfebedarf stehen am Donnerstag folgende Telefonnummern zur Verfügung:
- (02302) 581 8888
- (02302) 581 8889
Sammelstelle für Evakuierte
Betroffene Personen, die nicht bei Freunden oder Verwandten unterkommen können, haben die Möglichkeit, sich in der Sammelstelle am ehemaligen Comenius-Berufskolleg (Pferdebachstraße 41) aufzuhalten. Wichtig ist, dass alle notwendigen Medikamente und Babynahrung mitgebracht werden.
Fazit: Entwarnung oder Evakuierung?
Im Idealfall wird bereits am Vormittag feststehen, ob eine Evakuierung notwendig ist. Sollte ein Blindgänger gefunden werden, würde dieser umgehend entschärft, sodass die Anwohner nach wenigen Stunden in ihre Häuser zurückkehren könnten.
Die Stadt Witten ruft alle Betroffenen dazu auf, die offiziellen Informationskanäle zu nutzen und im Bedarfsfall rechtzeitig Hilfe anzufordern. Die Notrufnummer 112 ist dabei ausschließlich für akute Notfälle vorgesehen.
Update: Kein Blindgänger im Wullen – Entwarnung für Anwohner und Unternehmen
Die Stadt Witten gibt Entwarnung: Der Verdacht auf einen Blindgänger im Gewerbegebiet Im Wullen hat sich nicht bestätigt. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, wurde um 12:52 Uhr nach intensiven Erdarbeiten festgestellt, dass es sich bei dem verdächtigen Fund im Boden lediglich um einen harmlosen metallischen Gegenstand handelt. Eine Evakuierung ist somit nicht erforderlich.
Die Feuerwehr Witten hat daraufhin begonnen, ihre Einsatzmaßnahmen vor Ort zurückzufahren. Auch die umliegenden Unternehmen wurden inzwischen über die Entwarnung informiert.
Die Stadt Witten bedankt sich bei allen Einsatzkräften sowie bei den Personen und Betrieben, die sich auf eine mögliche Evakuierung vorbereitet hatten. Der Einsatz konnte ohne Zwischenfälle beendet werden.