Frank Kleiner kandidiert für den Rat der Stadt Witten im Wahlbezirk 32 Stockum-Ost/Salinger Feld.
Fragen zur Person
1. Stellen Sie sich kurz vor.
Ich heiße Frank Kleiner, bin 59 Jahre alt, habe eine erwachsene Tochter und wohne seit über 50 Jahren im wunderschönen Stockum.
Nach meinem Abitur und 20 Monaten Zivildienst in einem Altenheim habe ich eine Ausbildung zum Universalfräser (heute Zerspanungsmechaniker) erfolgreich abgeschlossen. Bis zu meinem Studium der Geographie, Geschichte und Soziologie habe ich noch einige Monate als Fräser gearbeitet. Während meines Studiums habe ich mich als studentischer Vertreter in vielen Gremien für die Studierenden eingesetzt. So auch als Politischer Vertreter als AStA Ökologie-Referent. Neben diesen interessanten Tätigkeiten war das freudigste Ereignis während des Studiums die Geburt meiner Tochter.
Gerade wenn die Wirtschaft in einer Rezession steckt ist ein abgeschlossenes Studium keine Jobgarantie. So habe ich nach einer Fortbildung und Praktika als Geograph eine Stelle als Filialleiter in einem großen Getränkemarkt angenommen. Über eine kurze Beschäftigung als Fräser bin ich dann bei meiner 3. abgeschlossenen Ausbildung zum Buchhändler gelandet. In diesem tollen Beruf habe ich etwa 15 Jahre in der Bundes-Verlag Buchhandlung in Bommern gearbeitet.
Als Buchhändler und auch schon davor lese ich gerne und viel. Auch spiele ich seit über 45 Jahren Posaune. Endlich auch wieder im Bläserkreis der evangelischen Kirche Stockum . Vor gut 20 Jahren bin ich in die SPD eingetreten. Für sie war ich 14 Jahre sachkundigen Bürger im Verkehrsausschuss. Seit 3 Jahren schließlich im Rat der Stadt Witten und Vorsitzender im SPD-Ortsverein Stockum. Ich möchte mich weiterhin für die Interessen meiner Mitmenschen erfolgreich Einsetzen.
2. Sie kandidieren in Stockum. Wie ist Ihre Beziehung zu dem Stadtteil?
Stockum ist meine Heimat. Hier habe ich alles erlebt. First kiss, first love…
Hier habe ich mich auch schon immer engagiert. Vom Posaunenchor, der Aktion Kiebitz oder Leitung von Jugendfreizeiten der evangelischen Kirche. Über diese Tätigkeiten kommt man mit vielen Menschen in Stockum ins Gespräch. Und das ist für mich das Wesentliche der Beziehung zu Stockum. Das Zusammenleben der Menschen im Stadtteil.
Die Menschen in Stockum möchten vor allem den dörflichen Charakter und die Insellage erhalten. Das ist auch mein Interesse und dafür werde ich mich und die SPD-Stockum weiterhin einsetzen.
3. Was ist ihr Lieblingsort und warum?
Da habe ich viele. Je nach Situation. Wenn ich Ruhe haben möchte den Dorney oder meinen Balkon. Wenn ich Posaune spiele natürlich die evangelische Kirche. An vielen Mittwoch-Abenden die katholische Kirche mit dem Kukloch und toller Unterhaltung. Und natürlich bei allen Veranstaltungen im Ortsteil.
Das Zusammenleben ist der zentrale Ort.
4. Was macht Stockum für Sie aus und was möchten Sie erhalten?
Den dörflichen Charakter und die Insellage. Stockum ist ein Stadtteil in dem man sich zu Hause fühlt. Das kann nur so bleiben wenn die Infrastruktur erhalten bleibt.
Dazu gehört sowohl eine gute Infrastruktur (Schulen, Kindergärten, …) für Kinder als auch Angebote für Seniorinnen und Senioren. Deshalb ist es gut, dass am Stockumer Bruch eine Siedlung mit Kindergarten gebaut wird. Aber eine Bebauung des Vöckenbergs an der Pferdebachstraße muss ausgeschlossen bleiben. Dafür werden wir uns weiter einsetzen.
Die Eigenständigkeit der evangelischen Kirche Stockum soll erhalten bleiben. Dazu habe ich dem Presbyterium der evangelischen Kirche bei dem Start der Renovierung schon geholfen.
Insgesamt möchte ich den Zusammenhalt der Stockumer Bevölkerung fördern.
Ziele
5. Wofür möchten Sie sich hauptsächlich im Rat einsetzen?
Ich möchte mich für meine vielfältigen Kenntnissen einsetzen.
Infrastruktur
- Die Grundversorgung für alle Menschen in Witten soll gewährleistet sein
- Das heiß alle Dinge des täglichen Gebrauchs und der Gesundheitsvorsorge sollen im Stadtteil erhalten sein.
Mobilität
- Alle Menschen sollen zu allen Zeiten in angemessener Zeit ihrem Zielort erreichen.
Kultur
- Nur durch eine kulturelle Vielfalt mit Musik, Literatur, Kunst, Theater… wird eine Stadt Erlebens und liebenswert.
Familie und Bildung
- Von der frühkindlichen Versorgung bis zur Ganztagsschule muss gewährleistet sein.
Umwelt
- Der nachhaltige Umgang mit naturnahen Flächen ist für das erträgliche Leben in Städten wichtig. Dazu gehört in Stockum für die Innenstadt der Erhalt des Grünzuges am Vöckenberg. Für diesen Erhalt werden uns wir weiter einsetzen.
6. Welche Probleme/Herausforderungen hat Stockum, für die Sie sich einsetzen möchten?
Durch viele Gespräche mit Menschen aus Stockum sind folgende Herausforderungen für Stockum zu bewältigen.
Hausärzte
- Die hausärztliche Versorgung ist mit der Schließung der letzten Praxis in Stockum nicht mehr gewährleistet. Gerade für ältere Menschen ist eine nahe Versorgung wichtig. Deswegen werden wir uns weiter für eine Ansiedlung eines Hausarztes in Stockum einsetzen.
Wohnraum
- Wir müssen Konzepte umsetzen den bezahlbaren Wohnraum für Familien und barrierefreien Wohnraum für ältere Menschen bereitstellen.
Umwelt
- Die Grünzüge um Stockum müssen erhalten werden.
Mobilität
- Der ÖPNV muss gerade am Wochenende ausgebaut werden. Außerdem sind die Straßen Bebbelsdorf und Annener Berg schnellstmöglich zu sanieren.
Kinder/Jugendliche
- Es muss sichergestellt werden, dass Kinder entsprechend der gesetzlichen Vorschriften betreut werden.
7. Durch die geringere Bevölkerungszahl ist Stockum im Rat weniger stark vertreten als Mitte oder Herbede. Wie möchten Sie Mehrheiten im Rat herstellen, um die Interessen der Stockumer und Stockumerinnen im Rat zu vertreten?
Als Ratsmitglieder sind sowohl Tanja Knopp als auch ich gesetzliche dem Wohl der Stadt verpflichtet. Natürlich wollen wir die Interessen Stockums vertreten. Dazu müssen wir argumentativ in der eigenen Fraktion, also der SPD als auch darüber hinaus überzeugen. Wie halt Demokratie funktioniert. Dazu ist es u.a. wichtig die Vorteile oder Ähnlichkeiten von Maßnahmen klarzustellen. Als Beispiel der Vöckenberg. Erhalt von wertvollem Ackerboden und abkühlender Wirkung für die Innenstadt. Mit anderen Worten: Was für Stockum gut ist, ist auch für alle anderen gut. Es ist in den meisten Fällen so. Und Tanja Knopp und ich werden dies auch deutlich machen.