Witten-Annen. In der Nacht zum Donnerstag (15. Januar) wurden die Anwohner der Annenstraße in Witten durch einen heftigen Knall aus dem Schlaf gerissen. Gegen 2:45 Uhr sprengten unbekannte Täter einen Geldautomaten der dortigen Volksbank-Filiale und verursachten dabei erheblichen Sachschaden.

Schneller Einsatz von Feuerwehr und THW
Nur wenige Minuten nach der Detonation, gegen 02:50 Uhr, wurde die Feuerwehr mit dem Stichwort „Explosion“ alarmiert. Ersten Meldungen über einen Brand im Erdgeschoss des betroffenen Wohn- und Geschäftshauses konnten die Einsatzkräfte vor Ort bestätigen; das Feuer wurde schnell mit einem C-Rohr unter Kontrolle gebracht.

Da die Wucht der Explosion das Gebäude sichtlich beschädigt hatte, wurde ein Baufachberater des THW hinzugezogen. Dieser konnte nach einer Prüfung zwar Schäden am Bauwerk bestätigen, eine akute Einsturzgefahr jedoch ausschließen. Vorsorglich trennten die Stadtwerke Witten die Gasversorgung des Hauses, während die Stromversorgung stabil blieb. Alle Bewohner konnten nach Abschluss der Maßnahmen zurück in ihre Wohnungen; verletzt wurde glücklicherweise niemand. Insgesamt waren 20 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Löscheinheit Mitte vor Ort, bevor die Einsatzstelle gegen 05:45 Uhr vollständig an die Polizei übergeben wurde.

Fahndung mit Hubschrauber – Polizei sucht Zeugen
Die Polizei leitete sofort eine großangelegte Fahndung ein. Ein Polizeihubschrauber kreiste gegen 3:20 Uhr auch über Stockum. Trotz der intensiven Suche konnten die Täter bisher nicht ermittelt werden. Ob die Unbekannten bei der Sprengung Bargeld erbeuten konnten, ist derzeit noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen der Kriminalpolizei Dortmund.

Zeugen gesucht: Die Ermittlungskommission bittet Personen, die Hinweise zum Tatgeschehen, zu Verdächtigen oder zu Fluchtfahrzeugen geben können, sich mit der Kriminalwache Dortmund unter der Telefonnummer 0231/132-7441 in Verbindung zu setzen.
Für diesen Text wurden Pressemeldungen der Feuerwehr Witten und der Polizei Dortmund verwendet.



