Witten-Stockum. Am Sonntag, den 31. August, laden die Heimatfreunde Stockum/Düren gemeinsam mit den HLANZ-Freunden Ruhrgebiet zu einem besonderen Ereignis ein: dem Historischen Dreschen mit Oldtimer-Traktoren. Auf dem Acker an der Straße „Heuweg“ erleben Besucher von 13 bis 16 Uhr, wie Getreide wie vor über 70 Jahren verarbeitet wurde – live und mit originalgetreuer Technik.
Dreschen wie anno 1948 – mit Geringhoff-Maschine und LANZ-Bulldog
Im Mittelpunkt der Vorführung steht die Geringhoff-Dreschmaschine von 1948 aus dem Besitz von Reinhard Elfert. Sie trennt – angetrieben von einem historischen LANZ-Bulldog-Traktor über ein großes Schwungrad und einen Treibriemen – das Korn vom Stroh. Dabei wird das geerntete Getreide zunächst zu Garben gebunden, bevor es in die Maschine gelangt. In der Dreschtrommel löst sich das Korn von der Ähre, und wie sich „Spreu vom Weizen trennt“, erklären Elfert und die HLANZ-Freunde anschaulich den Gästen.
Oldtimer-Traktoren – rollende Technikgeschichte
Bereits am Vormittag wird es auf dem Veranstaltungsgelände lebendig: Rund 30 Oldtimer-Traktoren rollen an, um von den Besuchern bestaunt zu werden. Jede Maschine erzählt ihre eigene Geschichte und zeigt, wie robust und langlebig landwirtschaftliche Technik früher gebaut wurde. Während heute moderne Mähdrescher den kompletten Ernteprozess in einem Arbeitsgang erledigen, verdeutlicht das historische Dreschen, wie arbeitsintensiv die Landwirtschaft einst war.
Ein Fest für die ganze Familie
Neben den technischen Vorführungen bietet das Dreschfest auch ein geselliges Rahmenprogramm. Bei Kaffee, Kuchen, kühlen Getränken und frisch gegrillten Würstchen kommen Besucher ins Gespräch, tauschen Erinnerungen aus oder lernen Spannendes über die Landwirtschaft von damals. Für Kinder und Familien ist es eine Gelegenheit, Geschichte zum Anfassen zu erleben.
Die HLANZ-Freunde Ruhrgebiet – Bewahrer historischer Landtechnik
Die HLANZ-Freunde Ruhrgebiet setzen sich mit Leidenschaft dafür ein, historische Land- und Nutzfahrzeuge zu bewahren und ihr Wissen über diese Technik an die nächste Generation weiterzugeben. Neben der Restaurierung und Pflege organisieren sie regelmäßig Vorführungen und Ausstellungen, arbeiten eng mit Museen und anderen Vereinen zusammen und unterstützen sich gegenseitig bei der Beschaffung oder Anfertigung seltener Ersatzteile. Ziel ist es, das technische Kulturerbe lebendig zu halten und bei Jung und Alt Begeisterung für die Landwirtschaftsgeschichte zu wecken.
Die Heimatfreunde Stockum/Düren – Hüter der regionalen Geschichte
Gegründet am 24. Juni 1987, haben sich die Heimatfreunde Stockum/Düren der Aufgabe verschrieben, Heimatgeschichte zu erforschen, Traditionen zu bewahren und das kulturelle Erbe der Region zu pflegen. Der Verein mit heute rund 200 Mitgliedern organisiert neben dem Dreschfest auch historische Wanderungen, Vorträge und Ausstellungen. Im „Heimatstübchen“ können Interessierte in alten Bildern und Dokumenten stöbern oder bei den monatlichen Heimatnachmittagen Neues über die Geschichte Stockums erfahren. Mit Veranstaltungen wie dem Dreschtag oder dem Schaupflügen halten die Heimatfreunde alte Handwerkstechniken lebendig und bringen Menschen aus der Region zusammen.



