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Zwischen der Hörder Straße, Stockumer Straße und der Autobahn 44 in Witten soll in Zukunft ein Gewerbegebiet in einer Frischluftschneise entstehen. (Foto: Marek Schirmer)

Zwischen der Hörder Straße, Stockumer Straße und der Autobahn 44 in Witten soll in Zukunft ein Gewerbegebiet in einer Frischluftschneise entstehen. (Foto: Marek Schirmer)

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Tina Gambalat (m.), Vorsitzende von Stockum wehrt sich und Roland Löpke (r.), damaliges Ratsmitglied der Piratenfraktion Witten übergaben am 15. Februar 2019 ihre Unterschriftensammlung an die RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel.

Tina Gambalat (mr.), Vorsitzende von Stockum wehrt sich und Roland Löpke (r.), damaliges Ratsmitglied der Piratenfraktion Witten übergaben am 15. Februar 2019 ihre Unterschriftensammlung gegen Entfernung der Frischluftschneise im Vöckenberg aus dem Regionalplan Ruhr an die RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel (ml.). (Foto: M. Schirmer)

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Tina Gambalat (m.), Vorsitzende von Stockum wehrt sich und Roland Löpke (r.), heute ehemaliges Ratsmitglied der Piratenfraktion Witten übergaben ihre Unterschriftensammlung an den Regionalverband Ruhr in Essen.

Tina Gambalat (m.), Vorsitzende von Stockum wehrt sich und Roland Löpke (r.), damals noch, heute ehemaliges Ratsmitglied der Piratenfraktion Witten übergaben ihre Unterschriftensammlung gegen die Entfernung der Frischluftschneise im Vöckenberg aus Regionalplan Ruhr an den Regionalverband Ruhr in Essen. (Foto: Marek Schirmer)

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Am 24. Januar 2019 protestierten Stockumer für den Erhalt der Frischluftschneise vor dem Wittener Rathaus. (Foto: Marek Schirmer)

Am 24. Januar 2019 protestierten Stockumer für den Erhalt der Frischluftschneise vor dem Wittener Rathaus. (Foto: Marek Schirmer)

Gewerbegebiet Vöckenberg: Rat und Ausschuss stimmen ab

Witten-Stockum. Das geplante Gewerbegebiet im Vöckenberg steht heute auf der Tageordnung des Haupt- und Finanzausschuss und am Montag (4.4.) des Rates der Stadt Witten. Der Stockumer Bernd Wittke und Tina Gambalat, Vorsitzende des Vereins „Stockum wehrt sich“, haben angeregt dieses Thema erneut auf die Tagesordnung des Rates zu setzen. Beide sprechen sich für den Erhalt des Grünzugs um Stockum und der Frischluftschneise im Vöckenberg aus.

Wittke begründet seinen Bürgeranregung mit dem hohen Wert des Ackerbodens, der im Fall einer Bebauung verloren ginge und durch Ausgleichsflächen nicht ersetzt werden kann. Der Grünzug Nord würde zerstört werden und Flächen unnötig versiegelt werden. Es würde eine wichtige Frischluftschneise für besiedelte Gebiete auch in der Innenstadt wegfallen.

Mit ihrem Bürgerantrag will „Stockum wehrt sich“ den Rat dazu bewegen auf die Umwandlung der Ackerfläche im Vöckenberg zu einem Gewerbegebiet zu verzichten. Die Verwaltung soll dem Regionalverband Ruhr mitteilen, dass der Grünzug erhalten und die Fläche weiterhin als Frischluftschneise im Regionalplan Ruhr ausgewiesen wird. Ihre Begründung:

„Seit der Abstimmung in der vergangenen Legislaturperiode hat sich nicht nur der Rat verändert, sondern auch die klimatische Lage. Bereits vorher konnte schon die Wichtigkeit des am Vöckenberg befindlichen Teil des regionalen Grünzugs und seiner gut funktionierenden Frischluftschneise belegt und eingesehen werden. Auch der besondere Wert der dort vorhandenen Ackerböden, welche auch bei längerer Trockenheit noch einen guten Ertrag erbringen, ist hervorzuheben.

Neben diesem Versorgungsaspekt ist die Fläche auch in der Lage, bei Starkregenereignissen große Mengen Wasser aufzunehmen. Durch die zwischenzeitlich starke klimatische Veränderung (anhaltende Trockenheit, als auch Hochwasser) ist einmal mehr zu spüren, wie wichtig Klimaschutz ist. Dies betrifft auch unser eigenes Klima, hier vorort in Witten.

Karten und Gutachten zeigen, dass eine Versiegelung und Bebbauung der genannten Fläche von insgesamt etwa 18,39 Hektar zu weniger Zirkulation, mehr Erwärmung und höherer Feinstaubbelastung in den betroffenen Wittener Stadtteilen führen würden. Statt dieses wichtige Areal zu versiegeln und zu bebauen, müssen vorhandene Brachflächen aufgearbeitet werden und langfristig ein ökologisches, als auch klimatisches Umdenken erfolgen.“

Die Sitzung ist öffentlich und findet von 17:00 bis 20:00 Uhr im Großen Saal des Forschungs- und Entwicklungszentrums (FEZ) an der Alfred-Herrhausen-Str. 44 in Witten statt.