Kreistagswahl: 10 Fragen an William Schob (Die Linke)

William Schob kandidiert für den Kreistag des Ennepe-Ruhr-Kreises im Kreistagswahl im Wahlbezirk 14

Fragen zur Person

1. Stellen Sie sich bitte kurz vor.

Mein Name ist William Schob, ich bin 37 Jahre alt und trete bei der Kommunalwahlwahl 2025 für Die Linke im Kreiswahlbezirk 14 an. Ich bin verheiratet und habe 2 Kinder im Alter von 3 und 5 Jahren.

Als Garten- und Landschaftsbauer für die Stadt Bochum liegt mir die Natur und eine schonende Gestaltung am Herzen. Ich komme gebürtig aus Ostwestfalen und wohne seit 2011 an der Pferdebachstraße.

2. Sie kandidieren im Kreiswahlbezirk 14, der Stockum, den Sonnenschein und Teile Annens umfasst. In welcher Beziehung stehen Sie zu ihrem Wahlbezirk?

Der Wahlkreis 14, in dem ich selbst wohne ist eine spannende Mischung aus Großstadt und Land. Kurze Wege fußläufig in die Innenstadt und im Umfeld weitläufiges Grün.

3. Was ist Ihr Lieblingsort im Kreiswahlbezirk 14 und warum?

Stockumer Bruch, Uni-Wiesen und Rheinischer Esel.

Ziele

4. Was macht dem Kreiswahlbezirk 14 für Sie aus und was möchten Sie hier erhalten?

Diese, noch relativ ausgewogene Mischung muss auf jeden Fall geschützt werden. Der Vöckenberg rückt immer wieder in den Fokus der Begehrlichkeiten von Unternehmen.

Leider wurde durch einen sehr kurzsichtigen Ratsbeschluss ermöglicht, dass diese wichtige Frischluftschneise zerstört und wertvolles Ackerland ausschließlich finanziellen Interessen geopfert werden könnte. Die Linke spricht sich entschieden dagegen aus.

5. Wofür möchten Sie sich hauptsächlich im Kreistag einsetzen?
6. Welche Probleme/Herausforderungen hat der Kreiswahlbezirk 14, für die Sie sich einsetzen möchten?

Im Kreistag sind mir vor allem die Themen Katastrophenschutz (Hitze, Sturm etc.), Abfallentsorgungskosten (Sperrmüll etc.), öffentlicher Nahverkehr und 24/7 psychiatrische Nahversorgung wichtig. Hier werde ich mich vorrangig mit meiner Fraktion einsetzen und auch regelmäßige Bürgersprechstunden anbieten.

Fragen zu aktuellen Problemen

7. Das Kreishaus in Schwelm ist Asbestbelastet und soll für 150 Millionen Euro saniert oder neu errichtet werden. Welche Meinung haben Sie dazu?

Die Sanierung des Kreishauses ist schon allein wegen der hohen Schadstoffbelastung geboten.

Bei den anstehenden Großbauprojekten muss immer eine objektive Abwägung zwischen Sanierung und Neubau, vor allem im Hinblick auf Klima- und Umweltschutz stattfinden.

Vorrang hat danach die Zweckmäßigkeit und Funktionalität vor Prunkpalästen und Architektendenkmälern.

8. Für 113,5 Millionen Euro entsteht gerade am Strückerberg in Ennepetal das neue Gefahrenabwehrzentrum – direkt neben der neuen Polizeistation für 35 Mio. Euro. Die kreisangehörigen Kommunen sind in Haushaltssicherung, der Kreis investiert in Baudenkmäler. Für welches Baudenkmal werden Sie stimmen, wenn sie in den Kreistag einziehen?

Es gibt gesetzliche Aufgaben, die ein Landkreis zu erfüllen hat, deren Finanzierung jedoch nicht auskömmlich ist.

Überall gilt der alte Spruch: Wer die Musik bestellt, muss sie auch bezahlen. Nur bei Kreis und Kommunen soll das anders sein? Hier muss entschieden Druck auf Land und Bund ausgeübt werden, damit die Finanzierung dauerhaft gesichert wird.

9. Kein anderer Kreiswahlbezirk ist vom Kreishaus weiter entfernt als dieser. Was bringt den Menschen hier im Norden Wittens die Zugehörigkeit zum EN-Kreis?

Die VER wird seit Jahrzehnten nur als Kostenfaktor gesehen. Drehen wir mal unsere Sichtweise und gestalten die VER als ein modernes Unternehmen zur öffentlichen Daseinsvorsorge zur Mobilität. Es muss einfach ein Umdenken stattfinden, denn die VER ist ein wichtiger Baustein zur CO² Reduktion.

10. Wittener Politiker haben für Stockumer Fahrgäste der Buslinie 371 Anfang Januar ein Treffen mit der Verantwortlichen der Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr vereinbart. Von der VER erschien niemand zu dem Treffen. Im Verkehrsausschuss haben Wittener Bürger Fragen an den VER-Geschäftsführer am 24. März übergeben. Die VER hat diese fünf Monate nicht beantwortet. Wozu brauchen Bürger Politiker, wenn diese keine Aufsicht über die Eigenbetriebe des Ennepe-Ruhr-Kreises ausüben?

Selbstverständlich ist das Verhalten der VER-Geschäftsführung deutlich zu kritisieren. Ich werde als Kreistagsmitglied den Dialog suchen und unmissverständlich klar machen, dass ein kreiseigener Dienstleitungsbetrieb für die Menschen zu arbeiten hat.

Der ÖPNV muss weiter gestärkt werden und eine eindeutige Alternative zum Individualverkehr sein. Hierzu gehört auch der Barrierefreie Ausbau.

Barrierefreiheit