Die Stockumer Trommler Bateras Feras und Ginga unter der Leitung von Joscha Denzel auf dem 1. Stadtkirchentag Witten. (Foto: M. Schirmer)
Die Stockumer Trommler Bateras Feras und Ginga unter der Leitung von Joscha Denzel auf dem 1. Stadtkirchentag Witten. (Foto: M. Schirmer)
Die Besucher des Stadtkirchentages vor der Hauptbühne auf dem Kornmarkt (Foto: M. Schirmer)
Die Besucher des Stadtkirchentages vor der Hauptbühne auf dem Kornmarkt (Foto: M. Schirmer)
Tanztheater „Abrakadabra“ auf der Hauptbühne des 1. Wittener Stadtkirchentags (Foto: M. Schirmer)
Tanztheater „Abrakadabra“ auf der Hauptbühne des 1. Wittener Stadtkirchentags (Foto: M. Schirmer)
Der Gospelprojektchor unter der Leitung von Miriam Schäfer (Foto: M. Schirmer)
Der Gospelprojektchor unter der Leitung von Miriam Schäfer (Foto: M. Schirmer)

Stockumer Christen feierten mit beim 1. Wittener Stadtkirchentag

Witten. Witten feiert Jubiläum und viele Vereine und Organisationen unterstützen die Stadt bei den Feierlichkeiten. Unter dem Motto „Wofür mein Herz schlägt“ organisierte am Sonntag (29.4) der evangelische Kirchenkreis Hattingen-Witten auf dem Rathausplatz, dem Kornmarkt und rund um die Johanniskirche ein Fest für die ganze Familie. Der wohl bekannteste Gast des Stadtkirchentags war der Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert, auch die Stockumer Ev. Christen waren dabei und präsentierten den Besuchern das Angebot ihrer Gemeinde.

In Stockum nicht unbekannt in der Stadtmitte mit Begeisterung empfangen wurden die jungen Stockumer Trommler Bateras Feras und die Erwachsenengruppe Ginga, die unter der Leitung von Joscha Denzel mit ihren Sambaklängen auf der Hauptbühne den Boden zum Beben brachten. Im Paul-Gerhardt-Haus an der Mittelstraße 9 ist ihr Domizil. In der Groovewerkstadt im Keller des Ev. Gemeindehauses proben sie regelmäßig für ihre Auftritte. Der Stockumer Pfarrer Gerwin Rooch brachte die Trommelmusik aus Brasilien nach Stockum und begeisterte Jugendliche für Samba. Heute gibt die erste Trommlergeneration ihr Können an den musikalischen Nachwuchs weiter und geht als Band Barulheiros auf Tour. Ihr Proberaum ist weiterhin unter dem Dach des Ev. Gemeindehauses.

Sein großes Angebot an Spielgeräten präsentierte der Stockumer Ratz+Fatz-Kindertreff auf dem Rathausplatz. Neu im Angebot der Stockumer war Leitergolf. Dabei werden an einem Band befestigte Kugeln zu den Leitersprossen geworfen und sollen sich um diese wickeln. „Ist gar nicht so schwer“, sagt Michael Baloniak vom Kindertreff. Auch das Handybike kommt auf dem glatten Boden des Rathausplatzes gut an. Mit den Händen werden die Räder des „Fahrrades“ angetrieben und fort bewegt.

Den größten Zuspruch erfährt allerdings die Hauptbühne mit einem riesigen musikalischen und künstlerischen Angebot. Die Black Soul Tenors, „die mit kräftiger Stimme gesungen haben“ begeisterten Michael Baloniak. In seiner Erinnerung bleibt der Auftritt des Bundestagspräsidenten Dr. Norbert Lammert: „Es ist nicht selbstverständlich, dass so ein hochrangiger Politiker sich bei uns im kleinen Witten präsentiert und dann doch sehr nah bei den Menschen ist“ und zitiert aus Lammerts Predigt: „Wenn man die Menschen fragt, was liegt Dir am Herzen oder was soll dein Herz tun, dann denken die wenigsten daran, dass das Herz erst schlagen soll. Wo schlägt mein Herz, bedeutet auch, wo zeige ich besonderes Engagement. Aber natürlich geht es ertmal darum, dass der normale Blutkreislauf funktioniert. Dass wir uns nicht überfordern bei den Dingern, die wir tun und natürlich, dass wir die Dinege die wir tun, wir mit dem Herzen tun.“

„Es war ein großartiger ev. Stadtkirchentag hier in Witten“, fasst der Superintendent des Kirchenkreises Hattingen-Witten Ingo Neserke den Tag zusammen: „Wir haben begonnen im Regen mit einem großartigen Gottesdienst, in dem ganz viele Menschen mitgefeiert haben, aus unseren Gemeinden aber auch aus unserer kommunalen Gemeinde mit Bürgermeisterin, mit Politikern, mit Menschen aus allen den Ev. Gemeinden, die hier in Witten aktiv sind. Dann hat sich das Wetter noch gewendet. Es war, wie bei dem besten Fußballspiel gewesen, am Ende war auf dem Platz alles trocken und es wurden super Aktionen hier durchgeführt. Hier hat die ganze Stadt gefeiert, alle Menschen die im Herzen der Stadt zum Wohl der Stadt beitragen. Das ist ein großartiges Erlebnis“.