Die Entwurfsfassung des Regionalplans Ruhr (Karte: Regionalverband Ruhr)
Die Entwurfsfassung des Regionalplans Ruhr (Karte: Regionalverband Ruhr)

Sechsmonatiges Beteiligungsverfahren zum Regionalplan Ruhr beginnt

Essen/EN-Kreis. Die Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) hat am 6. Juli 2018 beschlossen, einen neuen Regionalplan für die Metropole Ruhr aufzustellen. Jetzt haben Bürgerinnen und Bürger sowie Fachbehörden und Verbände bis zum 1. März 2019 die Möglichkeit, zum vorliegenden Entwurf Stellung zu nehmen.

„Der künftige Regionalplan Ruhr wird das Leben der Menschen in der Metropole Ruhr für Jahre entscheidend prägen. Platz für neue Arbeitsplätze, zusätzlichen Wohnraum und weitere Freizeitmöglichkeiten wird geschaffen. Gleichzeitig sorgt der Plan für eine schonende Inanspruchnahme des Freiraums“,

erläutert RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel.

Neben neuen Wohnbau-, Gewerbe- und Industrieflächen legt der Regionalplan Ruhr künftige Verkehrsachsen, Natur- und Landschaftsschutzbereiche, Wälder, Flächen für Windenergienutzung, Grundwasserschutz sowie Gewinnung von Bodenschätzen für die nächsten 15 bis 20 Jahre fest. Erstmals in NRW werden regional bedeutsame Gewerbe- und Industrieflächen für neue Unternehmen und Arbeitsplätze ausgewiesen. Diese regionalen Kooperationsstandorte sollen in interkommunaler Zusammenarbeit entwickelt werden und dabei optimale Standortbedingungen für große Betriebsansiedlungen bieten.

Neu bei der Aufstellung ist die enge Verknüpfung von formaler und informeller Planung. Mit dem „Handlungsprogramm Zukunft Metropole Ruhr“ wird dem Regionalplan eine strategische Perspektive für die Entwicklung der Metropole Ruhr an die Seite gestellt. In dem Beteiligungsverfahren besteht deshalb zusätzlich die Möglichkeit auch zu der strategischen Perspektive eine Stellungnahme abzugeben.

„Das Ruhrgebiet soll mit der strategischen Regionalplanung zu einer hochdynamischen Region werden. Der Regionalplan Ruhr schafft die Grundlage für verbindliches Planungsrecht für das gesamte Ruhrgebiet. Das Handlungsprogramm Zukunft Metropole Ruhr soll Motor für konkrete Projekte und deren strategischen Umsetzung werden“,

bekräftigt Martin Tönnes, RVR-Beigeordneter für Planung.

Der Planentwurf als zeichnerische Darstellung und seine textliche Begründung, der Umweltbericht, weitere Anlagen aber auch das Handlungsprogramm Zukunft Metropole Ruhr können vom 27. August 2018 bis einschließlich zum 27. Februar 2019 auf der Internetseite des RVR unter www.regionalplanung.rvr.ruhr eingesehen werden. Die Unterlagen liegen zudem in der RVR-Bibliothek sowie in den Verwaltungsgebäuden der Kreise und kreisfreien Städte im Verbandsgebiet aus.

  • Regionalverband Ruhr
    Kronprinzenstraße 6, 45128 Essen
    Bibliothek
    Öffnungszeiten:
    Montag bis Donnerstag: 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
    Freitag: 9:00 Uhr bis 14:00 Uhr
     
  • Stadt Bochum
    Amt für Stadtplanung und Wohnen,
    Hans-Böckler-Straße 19, 44787 Bochum,
    Raum 1.0.210
    Öffnungszeiten:
    Montag, Dienstag, Freitag: 8:00 Uhr bis 13:00 Uhr
    Mittwoch: 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr
    Donnerstag: 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr
     
  • Stadt Dortmund
    Stadtplanungs- und Bauordnungsamt,
    Burgwall 14, 44135 Dortmund,
    Zimmer 519
    Öffnungszeiten:
    Montag bis Mittwoch: 8:00 bis 12:00 Uhr, 13:00 bis 15:30 Uhr
    Donnerstag: 8:00 bis 12:00 Uhr, 13:00 bis 17:00 Uhr
    Freitag: 8:00 bis 12:00 Uhr
     
  • Ennepe-Ruhr-Kreis
    Kreishaus, Raum 528
    Hauptstr. 92, 58332 Schwelm
    Öffnungszeiten:
    Montag bis Mittwoch, Freitag: 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr
    Donnerstag: 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Bürger, die Erläuterungen wünschen, werden gebeten, vorab einen Termin mit Kreisverwaltung zu vereinbaren. Ansprechpartnerin ist

  • Petra Soika-Bracht
    Tel.: 02336/93 2325
    E-Mail: P.Soika-Bracht (at) en-kreis.de.