Vorsicht Kamera beim Tag des offenen Ateliers! Viele Künstler fürchten, ihre Arbeiten werden abfotografiert und als Poster ausgedruckt. (Foto: MS)
Vorsicht Kamera beim Tag des offenen Ateliers! Viele Künstler fürchten, ihre Arbeiten werden abfotografiert und als Poster ausgedruckt. (Foto: MS)

Offene Ateliers: spannende Einblicke in die Räume ihres kreativen Schaffens

Witten. Alle zwei Jahre lädt das Kulturbüro die Wittener Künstlerinnen und Künstler ein, für ein Wochenende ihre Ateliers für Publikum zu öffnen. In diesem Jahr ist es endlich wieder soweit: Am Samstag (30.8.) von 15 bis 19 Uhr und Sonntag (31.8.) von 11 bis 18 Uhr stehen die Türen bei 24 Kunstschaffenden wieder offen!

Wittener Tage des offenen Ateliers 2014

24 Künstler, 24 Räume, und viele Schmankerl für die Besucher, verspricht das Kulturbüro Witten und stellt eine Künstlerliste und einen „Atelier-Stadtplan“ auf seiner Homepage bereit.

„Ob es die ehemalige Fabrikhalle ist, das Gartenhaus, die eine Hälfte der Zweiraumwohnung oder das angemietete Ladenlokal: Jede und jeder der Wittener Künstler schafft in einem ganz individuellen Ambiente, das Sie sich hautnah ansehen dürfen“, lädt Hans Werner Tata vom Kulturbüro zu den Tagen des Offenen Atelier ein.

Kein Künstler aus Stockum folgte der Einladung des Kulturbüros. Die Stockumer Malerin Ania Hardukiewicz hält ihr Atelier für zu abgelegen und umschifft elegant das Problem, dass Dr. Gert Buhren, Vorsitzender des Wittener Künstlerbund auf den Punkt bringt: „Künstler die von der Kunst leben, für die ist das vertane Zeit. Der Künstler hat wenig davon. Unsere Künstler laden ihre Besucher gezielt ein“. Buhren verweist auf die Jahresausstellung des WKB am 14. September im Haus Herbede. Auch dort wird Witten in diesem besonderen Jubiläumsjahr ein Thema sein.

Auf der Liste der 24 teilnehmenden Ateliers dominieren Adressen aus der Wittener Stadtmitte und Annen. Eine Adresse ist allerdings fußläufig aus Stockum erreichbar. Rainer Schoppol aus dem Vöckenberg 30 arbeitet mit Acryl, seine großflächigen Bilder sind wenig gegenständlich. Er ist das erste Mal nach dem Umzug nach Witten dabei. Die Tage des offenen Ateliers bietet ihm die Möglichkeit „Öffentlicher zu werden und neue Kontakte zu knüpfen“, sagt der Künstler.

Einige Atelierbesitzer locken mit Livemusik, Maldemonstrationen, Mitmachaktionen, Versteigerungen und Vorträgen. Die Konkurrenz ist groß, kaum ein Besucher wird alle 24 Ateliers in 11 Stunden besuchen können, alle Anschriften und Themenschwerpunkte hat das Kulturbüro Witten im Veranstaltungsflyer zusammengestellt (sehe Ähnliche Links).