Immobilienmaklerin Bettina Hartmann zog in die Kirche bei Blumen Arntzen ein.
Immobilienmaklerin Bettina Hartmann zog in die Kirche bei Blumen Arntzen ein. (Foto: Marek Schirmer)
Kuchen, Torten und herzhafte Gerichte tischte die Stockumer Immobilienmaklerin Bettina Hartmann ihren Besuchern bei der Eröffnung ihrer neuen Räume auf.
Kuchen, Torten und herzhafte Gerichte tischte die Stockumer Immobilienmaklerin Bettina Hartmann ihren Besuchern bei der Eröffnung ihrer neuen Räume auf. (Foto: Marek Schirmer)

Maklerin Bettina Hartmann zieht in eine ehemalige Kirche ein

Witten-Stockum. Eine ehemalige Kirche als Büroraum für eine Maklerin ist etwas Besonderes. Nach 4 Jahren Leerstand wurden am Freitag (20.3.) die Türen der Neuapostolische Kirche für die Öffentlichkeit erneut geöffnet. Die Nutzung hat sich geändert. Die Stockumer Immobilienmaklerin Bettina Hartmann zog in ein Büro in der Kirche ein. Die restlichen Räume werden von Blumen Arntzen genutzt.

Bettina Hartmann ist seit 2011 Immobilienmaklerin in Witten-Stockum. Jetzt an einem neuen schöneren Ort, mitten im Herzen von Stockum. Zur Neueröffnung sprach Marek Schirmer mit Ihr, das Interview können Sie sich auch anhören.

stockum.de: Frau Hartmann, sie sind jetzt in einer Kirche gezogen, müssen Sie jetzt jeden Sonntag beten?

Hartmann: Das sollte man doch sowieso tun, oder? Nein, wir kriegen wahrscheinlich hier Gottessegen und dann laufen die Geschäfte noch besser.

stockum.de: Ist eine so besondere Location etwas, was sie vermarkten?

Hartmann: Eine Kirche haben wir noch nicht verkauft, aber ich finde, für einen Makler ist gerade eine so eine besondere Immobilie auch genau das Richtige. Besser als so ein Standardobjekt, Standardfamilienhaus oder Gewerbe, ich finde, das ist etwas ganz besonderes. Wir sind anders als andere Makler und das zeigen wir mit dieser Immobilie auch.

stockum.de: Warum sind sie anders?

Hartmann: Also wir nutzen viele technische Möglichkeiten, die der eine oder anderer Makler noch gar nicht kennt. Man kann virtuelle Besichtigung bei uns machen, das heißt, die Anzahl der Besichtigung vor Ort ist nicht mehr so groß, weil die Kunden online schon durchgehen können. Die können sich drehen und wenden, sie können Räume wechseln, nach oben und unten gucken. Zum anderen sind wir extrem freundlich und sehr serviceorientiert. Wir begleiten den Kunden vom Anfang bis zum Ende. Ich habe Kunden, mit denen habe ich noch drei Jahren Kontakt. Das Verhältnis ist noch sehr gut zum Kunden. Gerade wo heutzutage der Service so oft auf der Strecke bleibt, das ist der Punkt, wo wir ansetzen.

stockum.de: Jetzt gibt es eine Gesetzesänderung demnächst und Makler sollen von den Leuten bezahlt werden, die sie gebucht haben und nicht von den Mietern. Trifft Sie das?

Hartmann: Das betrifft mich gar nicht, weil wir größten Teils sowieso Verkauf machen. Bei Vermietung ist das mit unseren Kunden abgestimmt. Das belastet uns nicht.

stockum.de: Was ist das besonderste Objekt, das Sie schon einmal vermarktet haben? Sie sagten, eine Kirche ist nicht dabei. Was wäre das?

Hartmann: Wir haben eine Doppelhaushälfte verkauft in Witten-Rüdinghausen, die unfassbar schön eingerichtet war. Oft muss man den Kunden sagen, räum mal das wieder weg. Wir dekorieren noch ein bisschen. ‚Home Staging‘ nennt sich das. Aber wir sind da reingekommen und es stimmte halt alles und es war ein besonders schönes Haus. Aber kein Schloss oder irgendwie eine Kirche, so etwas hatten wir nicht gehabt.

stockum.de: Wie ist es dazu gekommen, dass Sie bei Blumen Arntzen hier eingezogen sind? Wussten Sie schon vorher, dass der Raum hier frei wird? Wie ist es dazu gekommen?

Hartmann: Ich habe immer meine Blumen, die ich für den Notartermin kaufe, bei Blumen Arntzen gekauft. Der Gedanke dieses Objekt hier zu kaufen war schon länger bei Familie Arntzen. Die haben mir immer davon erzählt. Als es endlich soweit war und sie zuschlagen konnten, haben Sie mich gefragt und da war ich sofort dabei.

stockum.de: Und keine Sekunde bereut.

Hartmann: Bis jetzt noch nicht. Ich denke, das wird auch so bleiben.