(Foto: Stadt Witten/Barbara Zabka)
(Foto: Stadt Witten/Barbara Zabka)

19. Unternehmertreff: „Korfmann“ hat eine bewegte Geschichte – vom Bergbauzulieferer hin zu modernster Lufttechnik

Witten-Stockum. Die Liste der Wittener Unternehmen ist lang, und auch die Liste der Gastgeber des städtisch initiierten Unternehmertreffs wird halbjährlich um einen Namen länger: Am Montag, 30. März, waren 67 Teilnehmer bei  der Firma Korfmann, Hörder Straße 286, zu Gast.

Bei den „Korfmännern“, die Spezialisten für Lufttechnik (Lüftung/Ventilation, Entstaubung) sind, gab es schon vor der eigentlichen Präsentation des Unternehmens einiges zu sehen: nämlich das im Jahr 2013 eingeweihte Firmengebäude in Stockum, das unterstreicht, wie verbunden die 1880 in Witten gegründete Firma mit der Ruhrstadt  ist. Gesellschafter Hanno Flick: „Wir sind Wittener und werden es auch bleiben. Auch unser Gebäude ist überwiegend von Wittenern geplant und gebaut worden.“ Stockum ist Hauptsitz der weltweit agierenden Firma, ihre Produktionsstätte ist in Gladbeck.

Hinter all dem steckt eine bewegte Firmengeschichte: Die ursprüngliche „Korfmann Maschinenfabrik“ an der Dortmunder Straße war ein Bergbauzulieferbetrieb und musste 2001 Insolvenz anmelden, „doch zum Glück konnten wir uns wieder rauskaufen“, so Flick. Kurz darauf sei man mit „‘n paar Männekes wieder losgestartet“ und habe sich auf ein Geschäftsfeld spezialisiert, das nicht mehr schwerpunktmäßig am Bergbau hing: Als „Lüftungsleute“ zeichnen die Korfmänner seither unter anderem für die Bewetterung des Gotthard-Tunnels und von Zugtunneln (Frankfurter Flughafen, Amsterdam) verantworlich, aber auch weiterhin von Kohle- und Goldgruben oder Salzbergwerken. Zu den Zukunftsprojekten gehört Stuttgart 21.

Bürgermeisterin begrüßt klare Standortbekenntnisse

Ziel des Unternehmertreffs war wie immer, in zwangloser Runde Informationen zu sammeln, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Bürgermeisterin Sonja Leidemann nutzte das heitere Treffen aber auch, um eines noch einmal ganz deutlich zu sagen: „Ich freue mich über die klaren Bekenntnisse zum Standort Witten, zumal in Zeiten befürchteter Gewerbesteuererhöhungen. Unternehmen sind ständig Gefahren ausgesetzt. Erst in der vergangenen Woche hat es bei der Firma Pelzer gebrannt, und deshalb möchte ich betonen: Wann immer Hilfestellung benötigt wird, versuchen wir – das Amt für Wirtschaftsförderung und ich – diese Hilfe zu organisieren.“

Stichwort Unternehmertreff

Sonja Leidemann hatte im Frühjahr 2006 in ihrer Eigenschaft als Wirtschaftsförderungsdezernentin der Stadt regelmäßige Treffen zwischen Vertretern der Stadt und Wittener Unternehmen angeregt. In zwangloser Runde sollen dabei die Kontakte vertieft, das Vertrauen gestärkt und Maßnahmen zur Stärkung des Standortes erörtert werden. Der Personenkreis erweitert sich ständig. Teilnehmer sind unter anderem Wittener Industrieunternehmen, Vertreter aus dem Großhandel, dem Dienstleistungssektor, von Kreditinstituten, Bildungseinrichtungen, der Universität sowie Instituten wie IHK, Kreishandwerkerschaft und Handwerk. Nähere Informationen zum Unternehmertreff gibt es unter der Rufnummer (02302) 581 1734 bei Nicole Riße-Hasenkamp vom Amt für Wirtschaftsförderung, Standortmarketing und Universitätsentwicklung.

Bisherige Gastgeber

Deutsche Edelstahlwerke GmbH, Gustav Wiegard Maschinenfabrik GmbH & Co .KG, J.D. Neuhaus GmbH & Co. KG, ARDEX GmbH, Ruhrpumpen GmbH, Dehne GmbH, Bosch Rexrodt AG, DB Netz AG, das Zahnmedizinisch-Biowissenschaftliche Forschungs- und Entwicklungszentrum Witten (ZBZ), die Cremer Oleo GmbH & Co. KG, boesner, Einrichtungshaus Ostermann GmbH & Co. KG, Stadtwerke Witten  GmbH, Backhaus GmbH, Evangelische Krankenhaus, Faiveley Transport, Friedr. Lohmann GmbH, Hörstke Großküchen – und jetzt Korfmann.